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Inhalte

Module Wahlbereich Kriminologie

Modul 1 Kriminologie und Kriminalistik

Kriminologie als eigenständige, empirische, interdisziplinäre Wissenschaft; Messung und Bewertung von Kriminalität in Hell- und Dunkelfeld; Kriminalität nach Alter, Geschlecht und Nationalität; Kriminalitäts- und Kriminalisierungstheorien; Instanzen der sozialen Kontrolle und der Strafverfolgung (Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht, soziale Dienste); Strafzwecke und Evaluation von Sanktionen; Wandel sozialer Kontrolle. Thematisierung von Kriminalität und Bestrafung in den Massenmedien, der Politik und der Strafverfolgung: Prozesse, Wechselwirkungen und Konsequenzen.

 

Modul 2 Polizeiwissenschaft und Polizeiforschung

Vermittlung zentraler Begriffe, Geschichte, rechtlicher Grundlagen, Organisations- und Arbeitsweisen sowie aktuelle Problemfelder der Polizeiwissenschaft. Beschäftigung mit aktuellen Studien zu polizeilichem Handeln. Anhand von konkreten Forschungsprojekten werden typische Abläufe von Polizeiforschung als Beispiele für empirische Sozialforschung dargestellt und Inhalte der aktuellen Polizeiforschung vermittelt sowie praktische Probleme bei der Durchführung erläutert.

 

Modul 3 Schlüsselqualifikation und Methoden wissenschaftlichen Arbeitens

Systematischer Überblick über den Themenkomplex Schlüsselqualifikationen. Vermittlung von Grundelementen: Feedback, Verkleinerung des „blinden Flecks“, Mindmapping, effektive Kleingruppenarbeit, Elemente einer guten Präsentation, Körpersprache, Lampenfieber und Anwendung der Bausteine. In aufeinander aufbauenden Schritten wird zielgerichtetes Ziel- und Zeitmanagement trainiert.

Vermittlung von Techniken wissenschaftlichen Arbeitens anhand von best-practice Beispielen: Lesen und Exzerpieren, Themenwahl und -erkundung, Recherchieren, Inhalte strukturieren, Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten.

 

Modul 4 Klassische und aktuelle Texte

Vertiefende Lektüre klassischer und aktueller kriminologischer und polizeiwissenschaftlicher Texte, die besondere Bedeutung für die Entwicklung der Wissenschaftsdisziplinen haben und Praxisrelevanz besitzen.

Vertiefende Lektüre polizeiwissenschaftlicher Texte zu verschiedenen Oberthemen. Die Diskussionsveranstaltung (inkl. Vorbereitung) steht unter dem Thema „Prävention“.

 

Modul 5 Vertiefung Kriminologie

Anhand ausgewählter zentraler Themen – insbesondere allgemeine Trends der Kriminalitätsentwicklung und -bearbeitung, spezifische Deliktsbereiche, neuere Formen sozialer Kontrolle und aktuelle kriminologische Fachdebatten – werden kriminologische Fragestellungen diskutiert und exemplarisch vertieft. Auf diesem Weg lernen die Studierenden zugleich aktuelle Entwicklungen, Probleme und Debatten in der Kriminologie kennen.

Entstehungsbedingungen kommunaler (Kriminal-)Prävention; Ziele und Konzepte kommunaler Präventionsgremien und -aktivitäten; Projekte, Arbeitsweisen und Prozesse kommunaler Präventionsarbeit; Akteure, Kooperationen und Konflikte in Präventionsarbeit und Präventionsgremien; Möglichkeiten einer prozessorientierten Steuerung kommunaler Präventionsarbeit; Kritik und Grenzen kommunaler (Kriminal-)Prävention.

 

Modul 6 Jugendstrafrecht und Soziologie

Das Jugendrecht umfasst sowohl Aspekte der Jugendhilfe als auch des Jugendstrafrechts. Die Studierenden lernen die Voraussetzungen der Anwendung einzelner Maßnahmen des JGG (Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel, Jugendstrafe) kennen und sehen das Jugendstrafrecht im Zusammenhang mit der Jugendhilfe und den Institutionen der Jugendstrafrechtspflege (Verteidigung, Jugendgerichtshelfer, Bewährungshelfer, Jugendstaatsanwälte, Jugendrichter, Strafvollzug und Jugendarrest). Sie lernen jugendstrafrechtliche Entscheidungen kritisch zu reflektieren und Strategien zur Verbesserung des Jugendstrafverfahrens zu entwickeln.

Vorstellung soziologischer Grundlagentexte und einiger Bindestrichsoziologien, Erarbeitung soziologischer Fragestellungen.

 

Modul 7 Rechtliche Grundlagen und Prävention

Den Studierenden werden die Bedeutung der Grundrechte sowie der strafrechtlichen und strafprozessualen Grundlagen und deren Auswirkung auf andere Rechtsgebiete erläutert.

Die Studierenden befassen sich mit gefahrenabwehrrechtlichen Spezialfragen, die sowohl polizeirechtliche als auch kriminologische Relevanz besitzen. Dazu wird aktuelle Rechtsprechung im Hinblick auf die Anforderungen an die Praxis der polizeilichen Gefahrenabwehr und der (polizeilichen und nicht-polizeilichen) Kriminalprävention analysiert.

 

Modul 8 Kriminologie und Kriminalistik im digitalen Zeitalter

Es wird das Phänomen „Computerkriminalität“ strafrechtlich durchdrungen. Es werden grundlegende kriminal- und gesellschaftspolitische, rechtstheoretische, (strafverfolgungs-)organisatorische und gesellschaftliche Problemstellungen erörtert.

 

Modul 9 Empirische Forschung und Projekte

Inhaltliche und methodische Auseinandersetzung mit kriminologischen und kriminalistischen  Analysen  zur  Vorbereitung  auf  die  Bearbeitung  eines  Studien-/Lernprojektes. Vermittlung von theoretischem und empirischem Grundlagenwissen: Zielsetzung empirischer Sozialforschung, Geschichte und Strömungen der interpretativen Soziologie, Ansätze, Definitionen, Begriffe, Methoden quantitativer und qualitativer Sozialforschung, Analyseverfahren qualitativer Sozialforschung (z.B. Qualitative Inhaltsanalyse, Objektive Hermeneutik, Grounded Theory)